KEBYART, Residenzquartett des Palau de la Música Catalana in den Spielzeiten 2025-26 und 2026-27
© Antoni Bofill
Der Palau de la Música Catalana bekräftigt sein Engagement für musikalische Exzellenz und Innovation mit der Aufnahme des Saxophonquartetts Kebyart als Residenzensemble für die Spielzeiten 2025-26 und 2026-27. Die Residenz wird mit zwei Konzerten im Petit Palau eröffnet, einem Veranstaltungsort, der eine fast ein Jahrzehnt währende künstlerische Beziehung festigt, die von internationaler Ausstrahlung, Kreativität und der Neudefinition des Kammermusikrepertoires geprägt ist.
Kebyart wurde vor zehn Jahren in Barcelona von Pere Méndez (Sopransaxophon), Víctor Serra (Altsaxophon), Robert Seara (Tenorsaxophon) und Daniel Miguel (Baritonsaxophon) gegründet. hat Kebyart eine unaufhaltsame Karriere hingelegt, seit es 2016 den Preis El Primer Palau gewonnen hat, ein Meilenstein, der den Beginn seiner engen Verbindung mit dem Palau de la Música Catalana bedeutete und ihm die Türen zum ECHO Rising Stars -Circuit in der Saison 2021-22 öffnete. Seitdem hat sich das Quartett als eine der einzigartigsten und vielseitigsten Formationen der europäischen Kammermusikszene etabliert.
Ein vielseitiger und glänzender Start in die Residenz
Am Dienstag, dem 18. November 2025 (Sala Petit Palau, 19:30 Uhr), eröffnet Kebyart seine Residenz im Rahmen der Reihe Petit Palau Cambra mit einem Programm, das seine künstlerische Identität perfekt widerspiegelt: interpretatorische Strenge, ästhetische Freiheit und eine unstillbare Neugier für das Repertoire aller Epochen.
Das Konzert beginnt mit der Sonatine aus der Kantate „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“, BWV 106, von Johann Sebastian Bach und wird mit dem Quartett Nr. 2 in a-Moll, op. 13, von Felix Mendelssohn fortgesetzt, beide Werke in Bearbeitungen des Quartetts selbst. Diese Versionen sind keine bloßen Transkriptionen, sondern authentische Absichtserklärungen, die neue Ausdrucksschichten grundlegender Werke des Kanons offenbaren.
Der zweite Teil des Programms widmet sich zeitgenössischen Kompositionen mit Originalwerken für Saxophonquartett. Hervorzuheben sind die Fantasy Etudes von William Albright, eine Partitur, die die technischen und klanglichen Grenzen des Instruments auslotet, durchdrungen von Jazzsprache und unkonventionellen Klangfarben, sowie Echoing Rhapsodies – Homage to Gershwin, ein Auftragswerk von Kebyart an den katalanischen Komponisten Dani López Pradas, ein intensives und lebendiges Werk, das aus einer ganz aktuellen Perspektive mit dem Universum von Gershwin in Dialog tritt. Das Ergebnis ist ein vielseitiges und leuchtendes Programm, das den freien und kommunikativen Geist des Quartetts verkörpert.
Künstlerischer Dialog und großartige Kooperationen
Das zweite Konzert der Saison findet am Dienstag, dem 28. April 2026 (Sala Petit Palau, 19:30 Uhr) statt und erweitert den künstlerischen Horizont der Residenz durch die Zusammenarbeit mit dem Pianisten Albert Cano und dem Klarinettisten Pablo Barragán. Das Programm bietet einen facettenreichen Streifzug durch einige der einflussreichsten Ästhetiken des 20. und 21. Jahrhunderts und kombiniert Minimalismus, zeitgenössische Musik und persönliche Neuinterpretationen großer Klassiker.
Auf dem Programm stehen Steve Reichs „New York Counterpoint“, „Entr’acte“ von Caroline Shaw – Gastkünstlerin des Palau in der Saison 2022-23 –, „Prélude, canon et riffs“ von Alexis Ciesla, „La valse“ von Maurice Ravel in einer Bearbeitung von Kebyart und die Suite aus „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky. Ein Programm von starker ästhetischer Wirkung, das die rastlose Persönlichkeit Kebyarts und seine Fähigkeit zum kreativen Dialog mit anderen Interpreten von höchstem Niveau unterstreicht.
Vor diesem Konzert findet am Montag, dem 2. März 2026 (Proberaum des Orfeó Català, 18 Uhr), eine Intimate Auditions-Session statt, bei der die Mitglieder von Kebyart im Mittelpunkt stehen und die vom Journalisten und Musikwissenschaftler Xavier Chavarria moderiert wird. Dabei erhält das Publikum einen Einblick in den künstlerischen Schaffensprozess des Quartetts.
Eine Residenz mit Blick in die Zukunft
Die Künstlerresidenz von Kebyart im Palau de la Música Catalana für die Spielzeiten 2025-26 und 2026-27 markiert eine neue Etappe in der Beziehung zwischen dem Quartett und einer Institution, die sein Wachstum seit seinen Anfängen begleitet hat. Mit ambitionierten Programmen, Kooperationen mit anderen Musikern und Vermittlungsaktivitäten bekräftigt Kebyart sein Engagement für die Erneuerung des Kammermusikrepertoires und für eine Art des Musizierens, die Exzellenz, Wagemut und direkte Kommunikation mit dem Publikum vereint.
Eine Residenz, die nicht nur Kebyarts bisherigen Werdegang würdigt, sondern auch einen Blick in die Zukunft des Saxophons und der zeitgenössischen Kammermusik wirft.